Wertstofftonne24.de Informationen zu Einführung der Wertstofftonne Die Einführung der Wertstofftonne Mit der verabschiedeten Novellierung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes erhält  Deutschland eine neue Tonne: Die sogenannte Wertstofftonne wird ab  dem Jahr 2013 langsam eingeführt und soll bis 2015 flächendeckend und  bundesweit jedem Haushalt zur Verfügung stehen. Sie wird die bisher  genutzte gelbe Tonne ersetzen und erweitern. Das vorrangige Ziel ist die Erhöhung der Recyclingquote: Bis 2020 soll  diese Quote für Siedlungsabfälle auf 65 Prozent steigen, aktuell liegt sie für  privaten Müll bei 48 Prozent. Für Bau- und Abbruchabfälle wird sogar eine  Verwertungsrate von über 70 Prozent angestrebt. Die neue Wertstofftonne  soll die Recyclingquote für privaten Haushaltsmüll steigern. Allein durch  ihren Einsatz können ersten Angaben zufolge jährlich bis zu sieben  Kilogramm an zusätzlichen Wertstoffen pro Bundesbürger eingesammelt und  recycelt werden: bisher werden etwa 28 Kilogramm an leichten  Verpackungen pro Einwohner über die gelbe Tonne - beziehungsweise  regional bedingt im gelben Sack - entsorgt.  Seit Einführung der Mülltrennung zu Beginn der Neunziger Jahre hat sich  Deutschland zum Recycling-Weltmeister entwickelt. 2008 lag die allgemeine  Verwertungsquote bei 81,6 Prozent im Rahmen von über 16 Millionen  Tonnen an Verpackungsmaterialien, 11,1 Prozent hiervon wurden jedoch  energetisch verwertet. Die neue Wertstofftonne wird die bisherige gelbe Tonne demnach nicht  nur ersetzen, sondern wesentlich erweitern und so die Mülltrennung   privater Haushalte erleichtern. Zwar wird nicht wie vorerst verlautbart auch  Elektromüll über die Wertstofftonne verarbeitet werden können, aber war  die gelbe Tonne bisher insbesondere mehrheitlich Verpackungsmaterialien  mit dem grünen Punkt vorbehalten, so dürfen nun auch weitaus  verschiedenere Verpackungen entsorgt werden. Die Umstellung wird den deutschen Bundesbürgern erdenklich leicht  gemacht: Die gewohnten Behälter für Altpapier und Pappe sowie Biomüll  bleiben. Auch das lästige Altglas wird weiterhin über gesonderte Container  eingesammelt ebenso wie Altkleider. Der sogenannte Elektroschrott wird  ebenfalls weiterhin über die gewohnten Wege entsorgt werden müssen:  Trotz der anfänglichen Gedankenspiele deren Entsorgung in Zukunft  ebenfalls über die Wertstofftonne zu ermöglichen, bleiben diese draußen.  Was zusätzlich an Müll in die neue Tonne darf, ist dennoch beachtlich und  wird das alltägliche Recycling erleichtern. Zu den bisher gewohnten leichten  Verpackungen können über die einheitliche Wertstofftonne nun auch  Plastikartikel wie Spielzeug und bestimmte Metalle entsorgt werden. Bisher stand die Einführung der Wertstofftonne unter einem strittigen  Stern, denn der Müll ist bares Geld wert: allein im vergangenen Jahr wurden  über zehn Milliarden Euro umgesetzt. Kaum verwunderlich, dass sich in den  letzten Monaten die private Müllentsorgungswirtschaft und die  Müllverbrennungsanlagen in kommunaler Hand als erbitterte Feinde   gegenüber standen. Im novellierten Kreislaufwirtschaftsgesetz stehen weiterhin die Kommunen  in der vorteilhafteren Position um die neuen sekundären Wertstoffe. Den privaten Entsorgern  steht jedoch die Möglichkeit offen, am erweiterten Müll der Wertstofftonne teilhaben zu können,  sofern sie nachweisen können, dass sie in einem erhöhten Maße leistungsfähiger sind als ihre  kommunalen Mitbewerber. Mit der Umsetzung des neuen Kreislaufwirtschaftsgesetzes kommt die Bundesregierung den  bereits bestehenden europäischen Abfallrahmenrechtlinien nach, die allerdings bereits zum Ende  des Jahres 2010 hätten umgesetzt werden sollen. Bereits 2011 wurden neben Deutschland  insgesamt 21 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union in einem Mahnschreiben auf die  Vertragsverletzung durch die späte Umsetzung hingewiesen. Die europäische  Abfallrahmenrechtlinie teilt sich in die vier Hierachieebenen der Abfallvermeidung, der  vorbereitenden Wiederverwendung, dem Recycling, der sonstigen Verwertung und der  Beseitigung auf.  R&E.www